Archiv der Kategorie: Allgemein

über den KitaStadtelternrat Hannover

Kita-Streik? Wir stehen dahinter!

Die Tarifverhandlungen über die Bezahlung von Kita-Erziehern und Sozialarbeitern sind gescheitert. Der unbefristete Streik steht vor der Tür und vielerorts kochen die Emotionen hoch. Doch als Eltern sollten wir uns jetzt erst recht solidarisch zeigen. Zum Beispiel, indem wir unsere Kita-Beiträge zurückfordern.

Der Streik reißt unsere Kinder aus ihrem gewohnten Kita-Alltag und stellt uns als betroffene Eltern zum Teil vor erhebliche organisatorische Herausforderungen. Darüber kann man sich zu Recht ärgern. Nur sollte sich dieser Ärger nicht gegen die Streikenden richten – denn auch sie sind im Recht.

Grundgesetz schützt Arbeitskampf
Streik ist ein Mittel des Arbeitskampfs im System der Tarifautonomie und steht nach Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz unter einem besonderen Rechtsschutz. Das Bundesverfassungsgericht weist darauf hin, „dass die Arbeitnehmerseite zur Herstellung einer gleichgewichtigen Verhandlungsposition auf Arbeitskampfmaßnahmen oder deren Androhung angewiesen ist“ (BVerfG, 26.06.1991 – 1 BvR 779/85). Das Recht dazu steht den Erziehern und Sozialarbeitern genauso zu wie allen anderen Arbeitnehmern, die in einer tariffähigen Vereinigung organisiert sind.

Verdi: „Arbeitgeber leugnen Handlungsbedarf“
Laut Verdi-Chef Frank Bsirske geht die Eskalation der aktuellen Tarifauseinandersetzung auf das Konto der Arbeitgeber: „In fünf Verhandlungsrunden haben sie jeden generellen Handlungsbedarf zur tariflichen Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe geleugnet.“ Statt ein Angebot vorzulegen, hätten sie lediglich punktuelle Verbesserungen für einen sehr kleinen Teil der Beschäftigten vage in Aussicht gestellt.

Auf dem Rücken von Kindern und Eltern
„Die Arbeitgeber glauben offenbar, sie könnten diese Tarifrunde auf dem Rücken der Kinder und ihrer Eltern einfach aussitzen. Sobald die Urabstimmung abgeschlossen ist, haben sie es jederzeit in der Hand, mit der Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots den bevorstehenden Streik zu beenden oder womöglich noch zu vermeiden“, betont Bsirske. „Wer in politischen Reden ständig die große gesellschaftliche Bedeutung frühkindlicher Bildung, der Inklusion von Menschen mit Behinderung und von hochwertiger sozialer Arbeit betont, muss den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst dann auch die überfällige finanzielle Aufwertung ihrer verantwortungsvollen Arbeit zugestehen.“

Kita-Beiträge zurückfordern!
Damit ist der Streik im Rahmen der aktuellen Tarifauseinandersetzung weder rechtlich noch inhaltlich zu beanstanden. Der Kita-Stadtelternrat Hannover hält es vor diesem Hintergrund für falsch, den Erziehern und Sozialarbeitern ihr Streikrecht nur deshalb absprechen zu wollen, weil es zu persönlichen Belastungen führt. Stattdessen rufen wir alle Eltern dazu auf, sich voll hinter die Streikenden zu stellen und ebenfalls Druck auf die kommunalen Arbeitgeber auszuüben. Wie? Indem sie die Kita-Beiträge und das Essensgeld für die Streiktage beim jeweils zuständigen Oberbürgermeister zurückfordern.

Kommunen profitieren finanziell vom Streik
Am besten handeln alle Eltern einer Kita gemeinsam in Abstimmung mit den Elternvertretern der jeweiligen Einrichtung. In jedem Fall sollten die Streiktage genau aufgeführt werden. Ein Rechtsanspruch auf die Erstattung besteht zwar nicht. Die Verwaltung muss sich aber in jedem Fall mit den entsprechenden Anträgen beschäftigen – und das macht Arbeit. Ansonsten profitieren die Kommunen finanziell sogar vom Streik, weil sie für die Streiktage keinen Lohn an die Kita-Beschäftigten zahlen müssen. Diese erhalten ihr Geld stattdessen aus der Streikkasse der Gewerkschaft.

Gemeinsam den Druck erhöhen
Eltern, die ihre Kita-Beiträge zurückfordern, unterstützen also einerseits den Streik der Kita-Beschäftigten. Andererseits haben sie durchaus Aussicht auf eine freiwillige Erstattung durch den Träger. Die Stadt Hannover hat sich jedenfalls bei früheren Streiks kulant gezeigt. Je mehr Eltern sich an den Forderungen beteiligen, desto höher der Druck und damit auch die Chance auf eine Rückzahlung.


Mehr Infos unter:
www.soziale-berufe-aufwerten.de
www.juramama.de

Verdi-Broschüren zum Download:
Wo das Kind unterbringen?
Bekommen wir Geld zurück? (mit Musterbrief zur Rückforderung)

GEW-Broschüre zum Download:
Hintergründe und Forderungen der aktuellen Tarifverhandlungen

Kita-Volksinitiative – große Enttäuschung im Landtag, 2014

Wut im Landtag, 110.000 Unterschriften für nichts! Heute wurde im Landtag die dritte Kraft in den Krippengruppen auf unbestimmte Zeit verschoben. Rot-Grünes Wahl“ver“sprechen und ignorierter Bürgerwille! Die Ministerin widersprach Ihren einstigen eigenen Forderungen, unfassbar! Es war schwer, auf der Tribüne ruhig zu bleiben. Hatte doch die CDU mit ihrem Antrag: „Anpacken und nicht liegen lassen: Förderung der dritten Kraft in Krippen“ der Landesregung eine gute Brücke gebaut. Frau Vockert kämpfte wie eine Löwin für unsere Kinder. Bereits zum 1. August 2014 hätte die Gesetzesänderung greifen können. Die namentliche Abstimmung ging mit 60:60 Stimmen zu Ungunsten der Kinder aus. Warum haben die hannoverschen Abgeordneten Frau Westphely, Frau Wernstedt, Herr Hönsch, Frau Schröder-Köpf, Herr Weil und Herr Politze nicht dafür gestimmt? Sinneswandel, Vergesslichkeit  … Fragt sie doch mal an den Wahlkampfständen und in den Bürgersprechstunden!

Kita-Volksinitiative startet Briefaktion an Ministerpräsident Weil

Kita-Volksinitiative startet Briefaktion an Ministerpräsident Weil:

 „Klare Zusagen machen!“

 Zur Briefaktion an Ministerpräsident Stephan Weil erklären die Vertreterinnen und Vertreter der Kita-Volksinitiative:

 „Wir wollen mit dieser Aktion noch einmal den hohen Stellenwert unserer Forderungen nach einem besseren Personalschlüssel deutlich machen. Die pädagogischen Fachkräfte und die Eltern in Niedersachsen werden sich nicht wie bisher immer wieder vertrösten lassen: Mit einer großen öffentlichen Beteiligung haben sie mehrfach im niedersächsischen Kultusausschuss deutlich gemacht, dass sie nun von der Landespolitik erwarten, erste Maßnahmen im Haushalt 2015 zu verankern!

Dennoch ist der im Kultusausschuss beschlossene Entschließungsantrag zu den Forderungen der Volksinitiative, der jetzt in den Landtag eingebracht wird, leider nicht verbindlich. Die im Grundsatz von allen anerkannte notwendige Verbesserung der Qualitätsstandards ( – wo gibt es z.B. sonst noch Krippengruppen mit 15 Kleinkindern -!) soll scheinbar auf die lange Bank geschoben werden. Wir sind der Landesregierung bereits durch den Vorschlag entgegengekommen, die Erhöhung des Personalschlüssels in Form eines Stufenplans schrittweise umzusetzen. Jetzt müssen klare Zusagen des Ministerpräsidenten folgen.

Nach unseren Informationen haben sich bis heute bereits mehrere hundert Unterstützerinnen und Unterstützer an unserer Briefaktion beteiligt. Bis zur Landtagssitzung in der kommenden Woche werden noch mehr hinzukommen.“

Der Hauptaktionszeitraum läuft noch bis zum 14.05.2014.

Kita-Volksinitiative Brief an Ministerpräsident Weil
Machen auch sie mit, bei der Briefaktion an Ministerpräsident Stephan Weil. Gerne können Sie sich den von der Kita-Volksinitiative erstellten Musterbrief kostenlos unter nachfolgendem Link runterladen und um Ihre persönliche Angaben ergänzen.
Kita-Volksinitiative – Brief an Minister
Microsoft Word Dokument [499.0 KB]
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Kita-Volksinitiative Brief an Ministerpräsident Stephan Weil

oder kopieren Sie einfach den nachfolgenden Text und fügen Sie diesen in Ihren eigenen Brief ein um dem Ministerpräsidenten Stephan Weil einen Brief zur Kita-Volksinitiative zu senden.

Kita-Streik am 19.03.2014

Am Mittwoch, 19.03.2014 werden die 39 städtischen Kindertagesstätten in Hannover bestreikt. Die Betreuung der Kinder zu organisieren wird durch den Streik bei den öffentlichen Verkehrsmitteln noch erschwert. Wenn Großeltern oder andere Notfall-Lösungen nicht erreicht werden können, wird es schwierig an diesem Tag zur Arbeit zu gehen. Eltern haben die Möglichkeit bei Betreuungsnotfällen einen Tag Sonderurlaub zu nehmen. Leider nur unbezahlt. Ob sich die Kosten beim Vertragspartner der Stadt Hannover geltend machen lassen, ist ungewiss.

Wir bitten alle Arbeitgeber: Bieten Sie Lösungen für die betroffenen Eltern an! Ob flexibele Arbeitszeiten, Notfall-Betreuung im Unternehmen oder andere kreative Ideen. Die Eltern haben den Streik nicht verursacht.

Auch wenn der Streik vielen Eltern Probleme bringt: Wir Eltern stehen hinter den Forderungen der Erzieherinnen und Erzieher, nicht zuletzt deshalb weil eine Umsetzung dieser Forderungen nicht zuletzt unseren Kindern zu Gute kommt.

Liebe Eltern, die das erste Mal betroffen sind: Morgen sind nicht nur wir Eltern betroffen. Auch Kollegen ohne betreuungsbedürftige Kinder werden auf Grund des Streiks nicht oder nicht pünktlich zur Arbeit kommen!

Bei Fragen oder Problemen können Sie sich gern per Mail an uns wenden: kita-stadtelternrat@htp-tel.de

Unsere Sitzung am Mittwoch, 19.3.14  um 20:00 Uhr findet wie geplant statt. Eventuell nicht im Büro, sondern im Rias Baixas 1/ Deisterstübchen.

 

Nächster Kultusausschuss zur Volksinitiative am 21. März 2014

Liebe Eltern,

Nach der erfolgreichen Unterschriftenaktion ist der Kampf um die Verbesserung der Qualität in unseren Kitas in zweite Runde gegangen. Wir dürfen nun nicht nachlassen.
Am 21.März um 10:30 Uhr findet die nächste öffentliche Anhörung im Kultusausschuss statt. Lasst uns bitte dem Plenarsaal füllen!

hier der Link zu den Seiten der Kita-Volksinitiative mit der Einladung:

http://www.kita-volksinitiative.de/2014/03/nachster-kultusausschuss-zur-volksinitiative-am-21-marz-2014/

Rechtsanspruch – und alles ist gut?

Rechtsanspruch – und alles ist gut?

Schön wär`s!

Du willst mehr für Dein Kind?
Du möchtest Dich mit anderen Eltern austauschen?
Du interessierst Dich für die Einflussnahme
auf politische Entscheidungen?

Dann bist Du bei uns herzlich willkommen.

Wir treffen uns monatlich,
am 3. Mittwoch im Monat um 20 Uhr.
Anschrift: Ricklingerstr. 39, 30449 Hannover.

Mehr Infos: Kita-Stadtelternrat-Hannover.de
Kontakt: kita-stadtelternrat@htp-tel.de

Kita-Stadtelternrat Hannover
Elternvertretung aller hannoverschen Kindertagesstätten und Kinderläden

Kita-Eltern fordern bessere frühkindliche Eltern fordern bessere frühkindliche Bildung

Landeselternkongress 29.09.2012 in Braunschweig
Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen in den Kitas

Forderungskatalog_nds_Kita-Elternvertretungen_Schlussfassung

Die niedersächsischen Eltern, vertreten durch die Kreis- und Stadtelternräte, fordern verbesserte Bedingungen für Bildung, Betreuung und Erziehung ihrer Kinder in Kindertageseinrichtungen (Kitas). Wenn jeder einzelne Euro, der in frühkindliche Bildung investiert wird, in der Jugend- und Sozialhilfe vier Euro einspart, so ist es schon allein aus wirtschaftlichen Interessen nicht länger hinnehmbar ist, dass kleinen Kindern Bildung und Chancen durch schlechte Rahmenbedingungen verwehrt werden. Deshalb trafen sich die Elternvertreterinnen und -vertreter auf einem Landeskongress in Braunschweig und erarbeiteten einen Forderungskatalog, der den Landtagsabgeordneten überreicht werden wird:
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