Archiv des Autors: Christian Winter

2015-Aktion bei der Vollversammlung: Großes NP-Foto!

Was sind die Sorgen und Nöte der Kita-Eltern? Darüber will die Neue Presse pünktlich zu unserer Vollversammlung am kommenden Mittwoch einen Beitrag bringen. Dazu gibt es auch einen Fototermin:

Samstag, 21.11.2015 um 15 Uhr vor dem Neuen Rathaus

Je mehr Eltern und Kinder kommen, desto besser. Also seid dabei und sagt es weiter!

Weg mit den Kita-Gebühren!

Die Stadt Hannover will die Elternbeiträge für den Kita-Besuch erhöhen. Dazu legt die Verwaltung am kommenden Montag, 28.9.2015, ein Konzept im Jugendhilfeausschuss vor. Wir halten die geplanten Beitragserhöhungen für unzumutbar – und fordern stattdessen die komplette Abschaffung der Kita-Gebühren!

Die vom Rat der Stadt beabsichtigte Kita-Beitragserhöhung führt zu Mehrbelastungen bei den betroffenen Eltern von bis zu 25 %. Beispiel Höchstbeitrag für zwei Kinder in Kita-Ganztagsplätzen alt: 366,00 Euro, neu: 457,50 Euro, das sind fast 100 Euro mehr! (457,50 / 366,00 *100 = 125 %).

Der Kita-Stadtelternrat fordert dagegen beitragsfreie Kita-Plätze für alle Kinder! Ein erster Schritt dazu kann nur eine Senkung der Kita-Beiträge sein. Energisch protestiert der Kita-Stadtelternrat deshalb gegen eine weitere Steigerung der Kita-Beiträge!

Besonders sauer sind viele Eltern aus den städtischen Kitas, die in diesem Jahr und in den zurückliegenden Jahren Kita-Streikbedingt erhebliche Einschränkungen der Berufstätigkeit hinnehmen mussten. Eine weitere Streikwelle wird für den Herbst befürchtet, weil der kommunale Arbeitgeberverband nicht bereit ist, die längst überfällige Aufwertung der Erzieherberufe vorzunehmen.

Die geplante Erhöhung der Kita-Beiträge führt vor allem für Familien mit einem mittleren Einkommen zu einem erheblichen zusätzlichen Kostendruck, weil für diese Gruppe eine neue Beitragsstufe vorgesehen ist. Während Familien mit einem sehr hohen Einkommen keine gravierenden Nachteile erwachsen. Zwar steigt auch für diese Familien der Kita-Beitrag in absoluten Zahlen, aber prozentual am Einkommen gemessen nur gering, je nach Höhe des Einkommens.

Wer viel verdient, der zahlt auch hohe Steuern. Deshalb ist es nur gerecht, wenn nicht nur Geringverdienern ein kostenfreier Kita-Platz angeboten wird, sondern auch Familien mit einem höheren Einkommen nicht länger zur Kasse gebeten werden!

Der Besuch der Kita ist der Einstieg in eine gelungene Bildungslaufbahn. Darauf haben im Sinne der Chancengleichheit alle Kinder einen Anspruch und der darf nicht durch finanzielle Zwänge beeinträchtigt werden, die den Eltern auferlegt werden!

Dies ist das Ergebnis des Kita-Stadtelternrat-Treffens am Mittwoch, 23.9.2015, in dem die Elternvertreter der Gesamtelternbeiräte der Städtischen Kitas vertreten sind.

Als Termin für die diesjährige Kita-Eltern-Vollversammlung haben wir festgelegt:
Mittwoch, 25. November 2015, 20 Uhr im Neuen Rathaus.

Die Forderung nach Abschaffung der Kita-Beiträge wird ganz oben auf der Tagesordnung stehen!


Auch die HAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über die geplante Gebührenerhöhung:

20150925_HAZ_HP_16_crop


Weitere Beiträge im Pressespiegel

Genug gestreikt?

„Zwischen Verständnis und Verzweiflung“ – so hat die HAZ in ihrer Samstagsausgabe vom 30. Mai eine Reihe von Leserbriefen zum Kita-Streik überschrieben:

20150530_HAZ4C_HP_20_crop

Und was meint ihr dazu? Ab sofort könnt ihr hier eure Kommentare hinterlassen.


Mehr neue Beiträge zum Kita-Streik im Pressespiegel

Neue Bewegung im Kita-Streit

Endlich tut sich was im Kita-Streit: Die Tarifparteien wollen sich nächste Woche zu neuen Gesprächen treffen. Das meldet die HAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Die Stadt Hannover bewegt sich derweil auf die Eltern zu und schafft 50 neue Notgruppenplätze. Außerdem stellt sie ab Montag Räume für die Ersatzbetreuung durch Eltern zur Verfügung. Gestern hatten 320 Eltern und Kinder vor dem Neuen Rathaus für ein schnelles Streikende demonstriert.

20150529_HAZ4C_HP_01_crop


Weitere Neuigkeiten im aktualisierten Pressespiegel

Kita-Streik: CDU stellt Dringlichkeitsantrag im Stadtrat

Die CDU-Ratsfraktion Hannover will ein schnelles Ende des Kita-Streiks herbeiführen und stellt dazu einen Dringlichkeitsantrag in der heutigen Ratsversammlung. Das gab sie gestern in einer Pressemitteilung bekannt. In ihrem Antrag fordert die Fraktion Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok dazu auf, seinen Einfluss bei den Tarifparteien geltend zu machen. Außerdem soll die Stadt Räume für die Ersatzbetreuung zur Verfügung stellen.

Hier der vollständige Text der Pressemitteilung:

„Kita-Streik zeitigt unhaltbare Zustände für Eltern und Kinder“

stellt der jugendpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Lars Pohl, anlässlich der dritten Streikwoche in den städtischen Kitas fest. „Vielen betroffenen Eltern fällt es zunehmend schwer, Ersatzbetreuungen zu organisieren. Ihre Überstunden- oder Urlaubskontingente sind aufgebraucht und Großeltern sind, wie wir alle wissen, nicht zeitlich unbegrenzt verfügbar. Umso unverständlicher ist für mich die Tatsache, dass die Stadt es trotz dieser Situation ablehnt, städtische Räumlichkeiten für Ersatzbetreuungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. Es können doch nicht alle Kinder in privaten Räumlichkeiten betreut werden. Erschwerend hinzukommt, dass ein Ende des Streiks nicht in Sicht ist“.

„Die CDU-Ratsfraktion stellt daher in der morgigen Ratsversammlung einen Dringlichkeitsantrag, der an beiden Problemen ansetzt“, führt der Fraktionsvorsitzende Jens Seidel aus.

„Einerseits erwarten wir von der Stadtverwaltung schnelle und unbürokratische Hilfen für Eltern und Kinder wie zum Beispiel das kurzfristige Zurverfügungstellen von Räumen, um die derzeitige Notsituation zu überbrücken und über die Nothilfevereinbarung mit ver.di hinausgehende Maßnahmen. Andererseits brauchen die Betroffenen eine Perspektive, wann der unbefristete Streik beendet werden kann, damit nicht in letzter Konsequenz Arbeitsplätze der Eltern gefährdet sind oder sogar verloren gehen. Deshalb fordert die CDU-Ratsfraktion den Oberbürgermeister, als Vertreter der größten niedersächsischen Kommune, auf, seinen Einfluss geltend zu machen. Er muss sich bei den kommunalen Arbeitgeberverbänden und bei ver.di mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Verhandlungen zur Beendigung des Kita-Streiks unverzüglich fortgesetzt und zu einer Einigung gebracht werden. Wir erwarten, dass er wenigstens eine Streikunterbrechung erreicht“, so Seidel abschließend.

Aufruf zur Elterndemo am 28. Mai 2015!

Als Reaktion auf den aktuellen Kita-Streik laden die Elternvertreter des Familienzentrums Rotekreuzstraße für morgen, 28.5. zu einer Demo in Hannover ein:

FB_IMG_1432674401400

Der Kita-Stadtelternrat Hannover unterstützt den Aufruf: Je mehr Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte teilnehmen, desto besser. Bitte kommt zahlreich und vergesst eure Trommeln und Trillerpfeifen nicht!