Hilfe bei Ablehnung der Notbetreuung

Liebe Eltern,

gestern, am 10.01.2021 ist die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 in Kraft getreten. Hierzu die wichtigsten Infos und eine Hilfestellung für ggf. nicht plausible abgewiesene Anträge auf Notbetreuung.

1. in Rücksprache zwischen dem Kita LEV Niedersachsen und dem niedersächsischen Kultusministerium können sich Eltern mit abgelehnten Notbetreuungsanträgen an das MK wenden. Die Kontaktdaten zu den zuständigen Kolleginnen senden wir Euch gerne zu. Bitte schreibt uns kurz an: kita-stadtelternrat@htp-tel.de

2. die zu Grunde liegende Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 findet ihr hier 2021.01.10_Corona-Verordnung_ab_10-01-2021,

3. der wesentliche Paragraph 12 (§ 12 Kindertageseinrichtungen) ist hier 2021.01.10_Auszug aus der Niedersächsischen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona_§12 (Auszug) nochmal besonders herausgelöst.

Der Kita-Stadtelternrat schließt sich dem Statement des StER Sarstedt an:

Uneingeschränkt – fakt ist, dass die aktuelle Situation (Stichworte: 2. Welle / Mutation des Virus) ernster und bedrohlicher denn je ist. Das wird nicht in Frage gestellt!

Aber fakt ist auch, die neuen Maßnahmen zeigen vor allem, (wieder einmal) – dass Familien nach wie vor nicht mitgedacht werden. Politiker*innen hatten im Sommer 2020 deutlich betont, dass bei allen zukünftigen schweren Entscheidungen Familien stärker in den Fokus genommen werden sollen. Diese Bekenntnisse (und mehr sind es auch nicht) wurden (auch) im Zusammenhang mit der Doppelbelastung zwischen „Kinderbetreuung und Homeoffice“ betont. Ziel war es, dass sich die Versäumnisse aus dem ersten Lockdown nicht wiederholen.

Die Frustrationen in diesem Zusammenhang bei vielen Eltern sind in den Netzwerken auf Landes- und Bundesebene noch viel deutlicher vernehmbar! Die Situation ist ernst, ja, es sind alle zu schützen: die Kinder, die Erzieher*innen, die Eltern und Großeltern. Das geht nur mit wirksamer Kontaktbeschränkung. Keine Frage! Dafür sind wir auch! Die Lösung dafür ist auch wirklich simpel „ausreichend bezahlter Sonderurlaub“! Das schützt „alle“ bzw. wesentlich mehr – auch viel mehr Erzieher*innen!

Die zusätzlichen „Kind-Krank-Tage“, bei denen aktuell noch Unsicherheit herrscht, wie sie genutzt werden dürfen, zwingen Eltern nicht nur zur Lüge, wenn der Nachwuchs gar nicht krank ist, sie müssen auch auf Geld verzichten, weil Kind-Krank-Tage nicht mit 100 % Lohnausfall kompensiert werden. Die Kinder in der Situation sind nicht krank – Sie müssen betreut werden! Diese Forderung würde den meisten Eltern entgegenkommen!