Archiv für den Monat: Januar 2021

Zusätzliche Tage Kinderkrankengeld

Guten Morgen,
seit gestern ist es (endlich) für gesetzlich Versicherte möglich, pro Elternteil 10 zusätzliche Betreuungstage bei Betreuungsengpässen zu nehmen.

In der Pressemitteilung sind die Konditionen ganz gut zusammen gefasst.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/1-quartal/anspruch-auf-kinderkrankengeld.html

Da es wenig sinnvoll ist, dass jetzt jeder zum Kinderarzt rennt, fragt am besten in eurer Einrichtung nach, ob ihr kurzfristig eine Bescheinigung bekommen könnt.

Aktuelle Entwicklungen zur Notbetreuung / Änderungen der FAQ des Kultusministeriums

Auf der Seite des Kultusministeriums gibt es ein FAQ zur Betreuungssituation. Es ist höchstbedauerlich, dass die Politik und insbesondere das nds. Kultusministerium wieder in die altbekannten Muster verfällt und relevante Informationen und Regelungen für die kommende Woche wieder erst Freitagnachmittag veröffentlicht. Wieder einmal werden Eltern und Familien nicht mitgenommen und alleingelassen. Es scheint, dass das Land Niedersachsen nicht aus den Erfahrungen des 1. Lockdown gelernt hat und erneut ein völlig uneinheitliches Vorgehen zu Lasten der Eltern und Kinder protegiert. Dies wird deutlich auf kommunaler Ebene im Austauschnetzwerk mit anderen Gemeinde- Stadt und Landkreiselternvertretungen.

Hilfe bei Ablehnung der Notbetreuung

Liebe Eltern,

gestern, am 10.01.2021 ist die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 in Kraft getreten. Hierzu die wichtigsten Infos und eine Hilfestellung für ggf. nicht plausible abgewiesene Anträge auf Notbetreuung.

1. in Rücksprache zwischen dem Kita LEV Niedersachsen und dem niedersächsischen Kultusministerium können sich Eltern mit abgelehnten Notbetreuungsanträgen an das MK wenden. Die Kontaktdaten zu den zuständigen Kolleginnen senden wir Euch gerne zu. Bitte schreibt uns kurz an: kita-stadtelternrat@htp-tel.de

2. die zu Grunde liegende Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus SARS-CoV-2 findet ihr hier 2021.01.10_Corona-Verordnung_ab_10-01-2021,

3. der wesentliche Paragraph 12 (§ 12 Kindertageseinrichtungen) ist hier 2021.01.10_Auszug aus der Niedersächsischen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Corona_§12 (Auszug) nochmal besonders herausgelöst.

Der Kita-Stadtelternrat schließt sich dem Statement des StER Sarstedt an:

Uneingeschränkt – fakt ist, dass die aktuelle Situation (Stichworte: 2. Welle / Mutation des Virus) ernster und bedrohlicher denn je ist. Das wird nicht in Frage gestellt!

Aber fakt ist auch, die neuen Maßnahmen zeigen vor allem, (wieder einmal) – dass Familien nach wie vor nicht mitgedacht werden. Politiker*innen hatten im Sommer 2020 deutlich betont, dass bei allen zukünftigen schweren Entscheidungen Familien stärker in den Fokus genommen werden sollen. Diese Bekenntnisse (und mehr sind es auch nicht) wurden (auch) im Zusammenhang mit der Doppelbelastung zwischen „Kinderbetreuung und Homeoffice“ betont. Ziel war es, dass sich die Versäumnisse aus dem ersten Lockdown nicht wiederholen.

Die Frustrationen in diesem Zusammenhang bei vielen Eltern sind in den Netzwerken auf Landes- und Bundesebene noch viel deutlicher vernehmbar! Die Situation ist ernst, ja, es sind alle zu schützen: die Kinder, die Erzieher*innen, die Eltern und Großeltern. Das geht nur mit wirksamer Kontaktbeschränkung. Keine Frage! Dafür sind wir auch! Die Lösung dafür ist auch wirklich simpel „ausreichend bezahlter Sonderurlaub“! Das schützt „alle“ bzw. wesentlich mehr – auch viel mehr Erzieher*innen!

Die zusätzlichen „Kind-Krank-Tage“, bei denen aktuell noch Unsicherheit herrscht, wie sie genutzt werden dürfen, zwingen Eltern nicht nur zur Lüge, wenn der Nachwuchs gar nicht krank ist, sie müssen auch auf Geld verzichten, weil Kind-Krank-Tage nicht mit 100 % Lohnausfall kompensiert werden. Die Kinder in der Situation sind nicht krank – Sie müssen betreut werden! Diese Forderung würde den meisten Eltern entgegenkommen!

Stellungnahme zur Kitaschließung

Der Kita-Stadtelternrat Hannover schließt sich der Stellungnahme der Landeselternvertretung an:

Wieder stehen die Eltern der gleichen Willkür gegenüber wie im 1. Lockdown!

Die Landeselternvertretung hat sich mit der unten bereitgestellten Stellungnahme an Ministerpräsident Stephan Weil und auch Kultusminister Grant-Hendrik Tonne gewandt.

Die Pressemitteilung des Kultusministeriums ist hier zu entnehmen.

Wir möchten euch ermutigen, hier zu kämpfen. Stellt eure Anträge auf Notbetreuung und wenn sie abgelehnt werden, dann wendet euch an Träger, Gemeinde, Bürgermeister, Stadt- bzw. Gemeinderat, Kreistag, Kreisverwaltung, Jugendamt, Jugendhilfeausschuss, Landrat und zu guter letzt das Kultusministerium.

Wir haben bereits im 1. Lockdown sehr konkret die Landesregierung auf die Probleme mit der Notbetreuung hingewiesen. Unsere Verbesserungsvorschläge, Forderungen und auch Bedenken wurden nicht berücksichtigt. Statt dessen wurden Einwände der Träger und Verbände deutlich gehört. Wir als Eltern müssen uns deutlich Gehör verschaffen und die Transparenz über die Zustände bei uns vor Ort schaffen!

Stellungnahme06.01.2021-Lockdown2.

Fachausschuss KitaG gibt Stellungnahme ab

Die Landeselternvertretung hat engagiert an der KitaG Stellungnahme mitgearbeitet:

Pünktlich zum Fristende konnte die Kita LEV NDS Ihre Stellungnahme beim Kultusministerium einreichen.

Wir hoffen, dass unsere Positionen und Anregungen Anklang finden und es ins KitaG schaffen.

Hier könnt ihr die KitaG Novelle finden.

In den nächsten Monaten werden wir den Prozess weiter mitbegleiten und euch auf dem laufenden halten.

Hier nun für euch unsere Stellungnahme:

StellungnahmeKitaGNovelleKitaLEVNDS_Final